Erasmus-Schriftzug

Erfahrungsberichte der Teilnehmer an Erasmus + Staff Exchange

Fragen Sie sich auch: was habe ich davon? Wie groß ist der organisatorische Aufwand und lohnt es sich überhaupt?

Wenn Sie sich noch unsicher sind, ob Sie an einer Erasmus + Staff Exchange teilnehmen möchten, lassen Sie sich von unseren Mitarbeitern oder Gästen inspirieren, die von Ihren Auslandsaufenthalten berichten!

Sie befinden sich hier:

Testimonial von Philippe Persiaux, einem Englischlehrer aus Paris, der Charité 2018 besucht hat

„Ich möchte mich bei der Erasmus Agentur, dem International Relations Office / DRIVE an der Paris Descartes Universität, und natürlich bei der ChIC (Charité International Cooperation), unserem Partner in Berlin, herzlich bedanken. Sie haben mir nämlich die Möglichkeit gegeben, an der Charité in Berlin als Lehrer zu hospitieren und ein bisschen zu arbeiten. 

Leider bin ich dort kein ganzes Jahr geblieben - anders als unsere Studenten - sondern nur 10 Tage! Es war trotzdem eine unvergleichliche Gelegenheit, um unsere Partner in Berlin kennen zu lernen. Eine bereichernde pädagogische, kulturelle und menschliche Erfahrung war es!

Ich habe an einem viertägigen Studierendenkurs  „Englisch für Mediziner“ teilgenommen. Der Kurs wurde von einer amerikanischen und von einer deutschen Studentin organisiert und unterrichtet. Die Studierende waren hochmotiviert, der Kurs hat einen sehr positiven Eindruck gemacht und hat mich als Fremdsprachenlehrer inspiriert. Ich habe innovative Ideen entdeckt, die wir in Frankreich anwenden können. 

Ich hatte auch das Glück, einen Kurs an der ausgezeichneten Humboldt Universität besuchen zu dürfen und war auch sehr glücklich ein Projekt zu entdecken, nämlich IPIKa, für die Mitarbeiter, die direkt mit internationalen Patienten (beziehungsweise Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger und Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter) arbeiten. Dieses Projekt ist ein Bewusstseinstraining, das versucht, interkulturelle, sprachliche und ethische Probleme aufzuklären. Ein Ziel dieses innovativen Projekts ist es, mögliche Konflikte zwischen Mitarbeiterinnen und ausländischen Patienten und ihren Familien zu entschärfen. 

Ich habe auch an einem Kommunikationstraining „Deutsch für Ärztinnen und Ärzte” und einer Prüfungssimulation für die Approbation internationaler Ärzte in Deutschland teilgenommen und hospitiert. Die Sprachlernenden sind Ärztinnen und Ärzte, die aus dem Iraq, der Ukraine, Russland, Salvador und Syrien kommen und die, am Ende des Kurses, Deutsch als Arbeitssprache beherrschen. Ich war davon sehr beeindruckt! Diese Studierenden sind motiviert und motivierend und werden ganz gut unterrichtet. Zum Schluss können sie auf Deutsch arbeiten. Dieses Lehrformat ist hocheffizient und macht Integration möglich. Solche Kurse zeigen noch einmal, dass es nötig ist, die Sprache der Patientinnen und Patienten zu beherrschen.

Zum Schluss habe ich begeisternde Studentinnen und Studenten, Ärztinnen und Ärzte, Dozentinnen und Dozenten und Mitarbeiterinnen der Fakultät kennengelernt; ich danke noch einmal ganz herzlich der ChIC für diese ausgezeichnete Organisation! Ich habe viel gelernt - und habe viel Deutsch gesprochen. Es ist klar, dass auf einer Welt, die oft komplex ist, internationale Kooperation absolut notwendig ist! Ich hoffe, dass solche Lehrangebote in der Zukunft auch woanders in der EU entwickelt werden!”

Philippe Persiaux

Enseignant d'anglais, PRAG

FACULTÉ DE MÉDECINE